Rudern ist mehr als Sport, sagt der Ruderexperte Craig Lambert. Es schult alle Eigenschaften und Fähigkeiten, die wesentlich sind für das Leben in einer modernen Gesellschaft: Kraft, Ruhe, Gleichgewicht, Koordination, Zielgerichtetheit, Konzentration, Ausdauer, Teamgeist, Freude am Wettkampf, Siegen- und Verlierenkönnen.
Genau diese Aspekte beleuchtet Team-Coach und Olympia-Gold-Gewinner im Deutschlandachter Andreas Kuffner, der mit seinem Vortrag am ersten Tag des Teamtrainings den Zusammenhang zwischen dem Mannschaftssport Rudern und der aktuellen Situation in deutschen Unternehmen herstellt.
Das persönlich Beste zu geben und gleichzeitig in Teamfähigkeit einzuzahlen, ohne die eine Rudermannschaft zu einer misserfolgsorientierten Chaosmannschaft würde, das ist es, was Rudern im Team uns näherbringt. Keiner kann während eines Wettkampfs plötzlich ausgetauscht werden, denn das Team steht immer im Vordergrund – das Kollektiv ist der Star. Und genauso sollte moderne Mitarbeiterführung funktionieren.

Am zweiten Tag des Workshops geht es dann zum Ruderverein „Ruderschwaben“ in Heilbronn. Hier bringt Trainerin Nathalie Tenckhoff, die selbst erfolgreiche Leistungssportlerin im Rudern war, den TeilnehmerInnen erst die Technik auf dem Ergometer bei. Dann geht es ab in die Ruderboote. Schon bald ist klar: Nur ein gemeinsames Verständnis von Kommunikation untereinander, ein genau definiertes und von allen verstandenes Ziel und ein Achten aufeinander bringt das Boot zum Laufen. Bald gelingen synchrone Bewegungen, die einzelnen Teammitglieder fassen zunehmend Vertrauen, entspannen sich und die Boote kommen allmählich in den „Flow“.
Das Team-Coaching Rudern bringt jenes Gleichmaß an Individualität und Teamgeist zustande auf die es auch im Business ankommt. In keiner anderen Sportart müssen das EGO und sein Partikularinteresse derart zurückstehen, um den kollektiven Erfolg möglich zu machen. Analogien zwischen Rudern und Management sind hier leicht erkennbar.